Mit gleich vier Bebauungsplänen befasste sich der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung. Bürgermeister Kopp begrüßte hierzu Herrn Ingenieur Schmuck vom Büro Wassermüller in Ulm.
Zum Bebauungsplan „Sattlergässle“ wurde dem Gremium der geänderte Entwurf zur erneuten öffentlichen Auslegung vorgelegt. In seiner Sachdarstellung erläuterte Bürgermeister Kopp, dass der Bereich Sattlergässle ein entsprechendes Potential für eine mögliche Nachverdichtung bietet. Durch den Ausbau und die Verknüpfung der bestehenden Fußwege sollen die Wegeverbindung von und zum Ortskern attraktiver gestaltet werden. Durch den vorliegenden Bebauungsplan soll die Baulücke zwischen dem gewachsenen Ortskern und dem Steingertweg geschlossen werden. „Zudem wird hier eine wichtige Fußgängerverbindung zum Kindergarten geschaffen, durch die Neuanlage von 11 zusätzlichen Parkplätzen wird die Parkplatzsituation entlang des Steingertwegs deutlich entschärft.“, so Kopp. Er führte weiter aus, die Sanierungsmaßnahme „Ortmitte“ hat unter anderem das Ziel einer Neuordnung und Umnutzung ehemaliger landwirtschaftlicher Gebäude bzw. Flächen mit dem Ziel der Schaffung und Modernisierung von Wohnraum in der Ortslage. Um hier eine geordnete städtebauliche Innenentwicklung zu erreichen, soll auf der Grundlage der vorliegenden Untersuchungen de Bereich Sattlergässle baurechtlich überprüft werden. Die Planung soll sich an der Umgebungsbebauung bzw. den zuletzt beschlossenen Bebauungsplänen orientieren. „Am 12.11.2007 bzw. 07.12.2009 wurde der Aufstellungsbeschluss gefasst. Zwischenzeitlich wurde im Zuge der Sanierungsarbeiten des öffentlichen Straßenraumes der Ausbau des Sattlergässles durchgeführt. Der Plan wurde im Zeitraum vom 21.12.2009 bis 21.01.2010 öffentlich ausgelegt, die eingegangenen Anregungen wurden geprüft und ein Vorschlag für die Behandlung erarbeitet, die Grundzüge der Planung wurden nicht berührt. Herr Schmuck führte im Anschluss hieran an, seitens der Träger öffentlicher Belange habe es während der öffentlichen Auslegung Stellungnahmen seitens der Versorgungsträger, der Fachdienstes Kreisentwicklung Bauen, Umwelt- und Arbeitsschutz, Forst/Naturschutz und Straßen des Landratsamtes Alb- Donau-Kreis gegeben. Die Anregungen redaktioneller Art, wie z. Bsp. Hinweise auf die Baumschutzverordnung, Verkabelung durch die Telekom, Erdgastrassen bei neuen Erschließungsstraßen, die Durchmischung des Gebietes als Mischgebiet, die Dimensionierung der Wasserversorgungsleitung, der Zeitraum für das Fällen von Bäumen sowie die Aufnahme von weiteren Sichtfeldern werden zur Kenntnis genommen und werden bzw. sind bereits umgesetzt. Herr Schmuck fährt fort: „Zudem sind von den bereits genannten Stellen 3 weitere Anregungen eingegangen, welche einer Abwägung durch einen Gemeinderatsbeschluss bedürfen. Diskutiert werden muss über die Zulassung von blauen Dachziegeln, die Zulassung der Dachform „Zeltdach“, sowie über eine Höhenbeschränkung von Einfriedungen zwischen den einzelnen Grundstücken.“ Die Zulassung der Dachform „Zeltdach“ und die Höhenbeschränkung der Einfriedungen, die, sofern es keine individuelle Regelung gibt, dem Nachbarrecht unterliegt, wurde ohne Diskussion seitens des Gemeinderates einstimmig beschlossen. Bei der Zulassung von blauen Dachziegeln wurde kurz diskutiert, ob hier nicht der Charakter des Ortskerns tangiert ist. Letztendlich entschied sich der Gemeinderat mehrheitlich für die Zulassung von blauen Dachziegeln mit der Begründung, dass man mit der Zeit gehe und den Bauherren in der heutigen Zeit einen gewissen Freiraum lassen wolle.
Zum Bebauungsplanverfahren „Achstetter Weg I – 1. Änderung“ führte Herr Bürgermeister Kopp aus: „ Die Planung des Gebietes „Achstetter Weg I“ erfolgte im Jahre 1994. Der nördliche Teil des Planbereichs konnte in den vergangenen Jahres bedarfsgerecht aufgesiedelt werden. Für die verbleibenden 3 südlichen Bauplätze gab es seit Jahren keine Nachfrage, nun liegt eine konkrete Anfrage vor. Durch eine Überplanung dieses Bereichs in Form einer Bebauungsplanänderung soll hier die Attraktivität für Bauherren erhöht werden. Eine Bebauungsplanänderung im vereinfachten Verfahren wird hier erforderlich, der Ortschaftsrat hat in seiner letzten Sitzung dem zugestimmt.“ Der Gemeinderat stimmte der Aufstellung des Bebauungsplanes einstimmig zu. Bürgermeister Kopp erklärte weiter:“ Um hier nun im Verfahren weiter zu kommen, müssen wir als nächsten Schritt die öffentliche Auslegung mit Anhörung der betroffenen Träger öffentlicher Belange beschließen.“ Einstimmig stimmte der Gemeinderat sodann der Durchführung der Auslegung zu.
Zum Bebauungsplan „Herdsteig – 1. Änderung“ führte Bürgermeister Kopp aus, im östlichen Bereich des Bebauungsplanes wurde gegenüber der Gemeinde Nellingen von den Grundstückseigentümern der Wunsch geäußert, das Plangebiet zu erweitern. „ Ich begrüße dies. Dadurch kann die Innenentwicklung vorangetrieben werden und die Baulücke geschlossen werden. Durch die Planänderung wird die Bebauung von 4 zusätzlichen Bauplätzen ermöglicht.“, so Kopp. Der Gemeinderat stimmte der Aufstellung des Bebauungsplanes einstimmig zu.
Außerdem konnte der Gemeinderat über die geringfügige Ergänzung des Bebauungsplanes Schießwiesen I den Satzungsbeschuss fassen.
H2. Haushaltsplan 2010
Der seitens der Verwaltung vorgelegte Haushaltsplan 2010 wurde vom Gemeinderat einstimmig beschlossen. Die Übersicht der wichtigsten Daten ist dem Schaubild „Haushaltsplan 2010 im Überblick“ in dieser Ausgabe des Mitteilungsblattes zu entnehmen. Der ausführliche Bericht erfolgt in eine der nächsten Ausgaben.
Dem Anbau eines Abstellraumes mit Treppe Erdgeschoss/Dachgeschoss, Kegelplatz 14, Flst.-Nr. 1932/12, 89191 Nellingen stimmte der Gemeinderat einstimmig zu.
- Bürgermeister Kopp zeigte sich erfreut über das Ergebnis der Wertholzversteigerung am 10.03.2010. Hierfür wurden Alteichen aus dem Gebiet „Schwachstett“ entnommen. Mit einem Durchschnittswert von 400 Euro pro Festmeter konnte man hier einen sehr guten Preis erzielen. In diesem Zusammenhang dankte er der Forstrevierleiterin Frau Wirth, sowie Herrn Allgöwer und seinem Team für die gute und unfallfreie Arbeit.
- Ebenfalls bedankte er sich bei Herrn Kölle und Herrn Markus, die in diesem Winter mehrmals die Loipe gespurt haben. „Hier gibt es einen Verbund mit Merklingen und Bad Ditzenbach, die Kosten werden geteilt.“, so Kopp.
- Im Baugebiet Bruckäcker konnte ein weiterer Bauplatz verkauft werden.
- Für die Gestaltung des Rathausvorplatzes wurde bzgl. der Baumauswahl eine Stellungnahme des zuständigen Landschaftsarchitekten Herr Rau verlesen. Da der Rotdorn als untergeordneter Baum über eine erfahrungsgemäß nur kurze Lebensdauer verfügt, wird von Herrn Rau vorgeschlagen, sich in diesem Bereich für die Scharlachbirne und den Spitzahorn zu entscheiden. Der Gemeinderat nahm hiervon zustimmend Kenntnis.