Nellinger wählen am 19. Juli ihren Bürgermeister
Die Nellinger müssen im „Superwahljahr“ auch am 19. Juli an die Urne: Der Gemeinderat hat diesen Termin für die Bürgermeisterwahl festgelegt. Amtsinhaber Franko Kopp kandidiert erneut.
Mitte Oktober endet die erste Amtszeit von Nellingens Bürgermeister Franko Kopp. Angesichts der im September stattfindenden Bundestagswahl und der Sommerferien davor, hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am Montagabend die Wahl des Bürgermeisters auf den frühest möglichen Termin bestimmt: den 19. Juli, ein etwaiger zweiter Wahlgang fände am 2. August statt. Die Termine sind bereits mit dem kommunalen Prüfungsdienst des Landratsamts abgestimmt worden.
Amtsinhaber Franko Kopp nutzte die Gelegenheit, um sein Interesse an einer erneuten Kandidatur zu bekunden. „Ich bin sehr gerne Bürgermeister“ , sagte der Schultes, zumal er nach eigener Aussage in Nellingen in den vergangenen acht Jahren seine beruflichen Ziele und Wünsche erfüllen konnte. „Zusammen haben wir sehr vieles auf den Weg gebracht und ich will jetzt nicht in der Mitte des Wegs stehen bleiben.“ Aufgrund seiner Befangenheit übergab Kopp die Sitzungsleitung bei der Vorbereitung der Bürgermeisterwahl an seinen Stellvertreter Willi Singerer.
Nach der Festlegung des Wahltermins einigte sich das Gremium darauf, die Stelle am 8. Mai im Staatsanzeiger auszuschreiben. Ab diesem Datum können sich Interessenten um den Posten des Nellinger Bürgermeisters bewerben. Die Frist endet am 22. Juni. Auf Antrag von Singerer beschloss der Gemeinderat einstimmig, in der Ausschreibung den Zusatz „Der derzeitige Stelleninhaber bewirbt sich wieder“ mit auf zunehmen.
Schnell über die Bühne gingen auch die Bildung des Gemeindewahlausschusses sowie die Einteilung der Wahlbezirke: Den Wahlausschuss leitet Willi Singerer, sein Stellvertreter ist Heinz Windmüller. Als Beisitzer und deren Stellvertreter wurden Bruno Wanderer (Karl-Heinz Kurz) und Herbert Ziegler (Jürgen Frasch) gewählt. Kämmerer Werner Zimmermann unterstützt den Ausschuss als „Hilfskraft“. Wie bei anderen Urnengängen üblich gibt es zwei Wahlbezirke: Die Nellinger und Aichener Bürger dürfen ihre Stimme im Sitzungssaal des Rathauses abgeben, während die Oppinger im Dorfgemeinschaftshaus des Teilorts zur Wahl gehen. Als Wahlvorstände in den beiden Bezirken wurden Werner Staudenmaier und der Oppinger Ortsvorsteher Manfred Hagmeyer bestimmt.
Wochenlang haben an der Aicher Straße in Nellingen vier große Abfalleimer für Altpapier und Wertstoffe den Gehweg versperrt. Nachdem er von Bürgern darauf angesprochen wurde, hat Ratsmitglied Willi Singerer das Problem in der Sitzung am Montagabend thematisiert. „Es kann doch nicht sein, dass Fußgänger auf der Straße an dem Hindernis vorbei müssen“, schimpfte Singerer.
Im Gremium war man sich schnell über den Sinn der „Tonnenaktion“ einig: Der Anlieger wolle verhindern, dass man vor dem Haus parke, um bei der gegenüberliegenden Metzgerei einzukaufen. „So kann es aber nicht gehen“, stellte Bürgermeister Franko Kopp klar. Der Gehweg gehöre zum öffentlichen Straßenraum, dort dürfe man nicht ohne weiteres für längere Zeit einen Abfalleimer abstellen. Der Schultes kündigte umgehend ein Gespräch mit dem Anlieger an, um das leidige Thema aus der Welt zu schaffen. „Wir wollen es im Guten versuchen“, sagte der Bürgermeister. Sollte es aber auf diese Weise nicht klappen, kündigte Kopp eine härtere Gangart an. „Dann kann es bis zur Verhängung eines Bußgeldes gehen.“
Soweit wird es vermutlich nicht kommen: Schon am Tag nach der Ratssitzung standen keine Mülleimer mehr auf dem Gehweg an der Aicher Straße.
Die Dienstleister im neuen Nellinger Wohn- und Geschäftshaus sind sauer auf die Post: Sie bekommen erst spät nachmittags Briefe und Pakete.
In Nellingen läuft seit Jahren die Ortskernsanierung, um das Dorfzentrum aufzuwerten und die Ortsmitte mit Leben zu erfüllen. Baulicher Höhepunkt dabei ist das neue Wohn -und Geschäftshaus, in dem mehrere Dienstleister wie die Sparkasse, ein Schlecker-Markt, eine Bäckerei-Filiale sowie ein Steuerberater untergebracht sind. So weit, so gut – wenn es nicht ein Problem mit der Postzustellung gebe.
Darauf hat Nellingens Bürgermeister Franko Kopp in der jüngsten Ratssitzung hingewiesen. „Es ist keine tolle Sache, wenn die Post mitunter erst um 17 Uhr kommt“, schimpfte der Bürgermeister, der selbst von der schleppenden Zustellung betroffen ist – auch im Rathaus landet die Post erst am späten Vormittag oder gar am Nachmittag im Briefkasten. Umso ärgerlicher ist für den Schultes die Tatsache, dass die Post „nur einen Steinwurf“ vom Rathaus und Geschäftshaus entfernt schon morgens ausgetragen wird.
Der Bürgermeister hat inzwischen die Post informiert und das Unternehmen um eine Stellungnahme gebeten. Die flatterte auch prompt (nachmittags) ins Rathaus ein. Doch die Antwort ist für Kopp „unbefriedigend“. Demnach habe die Post zwar Verständnis für die Probleme in der Nellinger Ortsmitte, trotzdem könne man dem Wunsch nach einer möglichst frühen Zustellung nicht in jedem Einzelfall nachkommen.
Rückendeckung bekam Bürgermeister Kopp von Willi Singerer, der als Steuerberater und Wirtschaftsprüfer im Herbst vergangenen Jahres mit seiner Kanzlei ins Wohn- und Geschäftshaus gezogen ist. „Ich kann nicht begreifen, dass die Post erst um 16 oder 17 Uhr kommt. Der Zustand ist das Letzte, ein Witz“, klagte das Ratsmitglied. An der Postzustellerin liegt es nach Meinung Singerers aber nicht. Schuld für die Ungleichbehandlung sind für ihn die Zustellungsbezirke, deren Grenze genau in der Ortsmitte verläuft. Während der eine Bezirk schon morgens die Post erhält, müssen die Anlieger im anderen Bezirk bis zum Nachmittag warten. Doch wie die Post in ihrer Stellungnahme geschrieben hat, könne man aus organisatorischen und logistischen Gründen derzeit die Zustellbezirke nicht ändern. Was den Steuerberater vollends auf die Palme bringt, ist die Aussage der Post, die er selber auf Nachfrage bekommen hat: Er könne doch in Laichingen ein Postfach einrichten und dort seine Briefe morgens abholen.
Ein Lob hat Nellingens Bürgermeister Franko Kopp in der jüngsten Ratssitzung den Mitarbeitern des Bauhofs ausgesprochen. Nur durch deren „beherztes“ Eingreifen habe man zusammen mit örtlichen Firmen gleich drei Wasserrohrbrüche über den Jahreswechsel beheben können. Zweimal war die Sonnenbergstraße betroffen, einmal der Raiffeisenweg.
Wie der Schultes mitteilte, hat die Gemeinde eine Investitionshilfe aus dem Ausgleichsstock des Landes für den geplanten Umbau des Kindergartens beantragt.
Vorbehaltlich der Zustimmung des Oppinger Ortschaftsrats hat der Gemeinderat sein Einvernehmen für ein Bauvorhaben im Gewann „Nellinger Weg“ in Aussicht gestellt. Dort will ein Oppinger Landwirt eine Hähnchenmast mit bis zu 5000 Tieren betreiben. Bislang nutzte er das Gebäude für eine Fischzucht, die er aber aus wirtschaftlichen Gründen aufgegeben hat. Bei der Mast soll es sich um eine Bodenhaltung handeln.
Die Kommunalwahlen am 7. Juni werfen ihre Schatten voraus. Für den Urnengang, bei dem auch das Europaparlament und der Kreistag gewählt werden, hat der Nellinger Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung die Weichen gestellt. Bis zum 9. April müssen nun die Wählervereinigungen ihre Wahlvorschläge einreichen.
Normalerweise fungiert der Bürgermeister als Vorsitzender des Wahlausschusses. Doch weil Franko Kopp selber für den Kreistag kandidiert, musste das Gremium einen Ersatz suchen. Einstimmig fiel die Wahl auf Ratsmitglied Heinz Windmüller, der sich im Sommer nach 34 Jahren nicht mehr für den Gemeinderat aufstellen lässt. Zu seinem Stellvertreter wurde der ehemalige Nellinger Bürgermeister Ernst Bühler bestimmt und als Beisitzer fungieren Rosi Ziegler und Sybille Vollmer.
Bei der Kommunalwahl werden zwei Wahlbezirke gebildet: Nellingen mit Aichen sowie Oppingen. Als Wahllokale fungieren wie üblich der Sitzungssaal im Nellinger Rathaus sowie der Erdgeschossraum im Oppinger Dorfgemeinschaftshaus. Für beide Bezirke musste der Gemeinderat auch einen Wahlvorstand bestimmen. In Nellingen übernimmt dies Heinz Eckle, sein Stellvertreter ist Jürgen Fink. In Oppingen nehmen diese Funktion Helmut Maier und Ludwig Burckhardt ein.
Mit freundlicher Genehmigung des Redakteurs der Südwest Presse, Herrn Heisele veröffentlicht.
- Die Prüfung der Jahresrechnung 2004-2006 wurde abgeschlossen. Wesentliche Anstände haben sich aus der Prüfung nicht ergeben. – Im Rahmen des Anbaus der Kleinkindbetreuung, der Energetischen Sanierung und des Umbaus des bestehenden Kindergartens, wurde eine Investitionshilfe aus dem Ausgleichsstock in Höhe von 300.000 Euro beim Regierungspräsidium beantragt. – Im neuen Baugebiet „In den Bierwiesen“ bei der Römerstraße konnte ein Grundstück mit 674 qm an eine junge Bürgerin veräußert werden. – Der Gemeinderat hat eine Kopie der „Statistik Kommunal“ des statistischen Landesamts erhalten. Es gibt einen Überblick z.B. über die Bevölkerungsstruktur, die Wahlergebnisse, usw. Es ist sehr beeindruckend, welche Fortschritte die Gemeinde in den letzten Jahren machen konnte.
Der Gemeinderat hat der Annahme der Spende der Landbäckerei Laucher in Höhe von
300,- Euro für den Kindergarten und der Spende der Firma Mangold Mineralöl GmbH von Laichingen in Höhe von 218,96,- Euro für das Bauernrennen der freiwilligen Feuerwehr Nellingen zugestimmt.
a) Der Nutzungsänderung der bestehenden Halle in einen Maschinenschuppen, sowie Errichtung eines Dieseltankraumes in Nellingen, Walter-Herzog-Str. 25, Flst.-Nr. 5460 wurde mit der Vorraussetzung zugestimmt, dass der Maschinenschuppen nicht der Landwirtschaft zugeordnet ist, sondern privat und gewerblich genutzt wird.
b) Der Nutzungsänderung einer Kreislaufanlage für Fischzucht in einen Hähnchenmastbetrieb Flst.-Nr. 404, Gemarkung Oppingen, Gewann „Nellinger Weg“ wurde vorbehaltlich der Zustimmung des Oppinger Ortschaftsrats, zugestimmt.
Bürgermeisteramt Nellingen