Der beim Regierungspräsidium beantragte Fahrbahnteiler im Einmündungsbereich der Amstetter Stra-ße in die Türkheimer Straße erweist sich, kaum ist er fertig gestellt, als massives Verkehrshindernis für einige Fuhrunternehmer. Und zwar insbesondere für den ortsansässigen Langholztransportbetrieb.
Das demonstrierte der Unternehmer den Gemeinderäten anschaulich mit seinem 27 Meter langen Langholzwagen direkt vor Ort. Tatsächlich muss der Auflieger des Lastwagens über den Fahrbahntei-ler, den so genannten Tropfen, geführt werden, um in die Türkheimer Straße einbiegen zu können.
“Noch sind die vorgesehenen Verkehrszeichen nicht in ihren Hülsen”, erklärte der Unternehmer dem Gremium. Seien die Pfosten erst einmal an Ort und Stelle, kämen seine Fahrzeuge nicht mehr über die Kreuzung. Auch ein anderer Nellinger Fuhrunternehmer beklagte sich.
Karl Müller vom zuständigen Ingenieurbüro beschwichtigte erste Befürchtungen, der Schwerlastver-kehr habe nunmehr grundsätzlich Probleme. Mit der großzügig angelegten Schleppkurve wurde der übliche Schwerlastverkehr, der Nellingen bekannter Weise stark belaste, berücksichtigt. Dies hat auch der rege Verkehr während der Ortsbesichtigung bewiesen.
Bürgermeister Franko Kopp war nach der Demonstration überzeugt und räumte ein: “Bewährt sich die Insel in der Praxis nicht, muss man Mut haben und das Ding schlimmstenfalls wieder entfernen.” Dies sei jedoch Aufgabe der übergeordneten Behörden, dem RP Tübingen und der Straßenbaubehörde im Landratsamt, erklärte der Schultes im Anschluss an die Ortsbesichtigung im Sitzungssaal. Er forderte die Gemeinderäte zu einer Grundsatzentscheidung auf: Sei die große Lösung gewünscht, das heißt, die Insel wieder wegzunehmen, oder die kleine, das heißt, keine Verkehrszeichen in der Insel aufzu-stellen. Allerdings muss abgewogen werden zwischen dem Sicherheitsbedürfnis der Fußgänger einer-seits und andererseits den Belangen der Verkehrsteilnehmer. Hier soll eine ausgeglichene Lösung gefunden werden. Über beide Alternativen muss letztlich das Regierungspräsidium und das Land-ratsamts entscheiden.
Einstimmig beschloss das Gremium die kleine Lösung und beauftragte das Ingenieurbüro und den Bürgermeister mit den entsprechenden Anfragen bei den beiden Behörden.
Der Nellinger Gemeinderat informierte sich vor Ort über die Sanierungsarbeiten im Dorf. Alle sind zufrieden mit dem Fortschritt der Bauarbeiten.
Unübersehbar ragt es mitten im Dorf empor, das neue Wohn- und Geschäftshaus, dessen Wohnun-gen teilweise schon bewohnt sind. Erfreut hörten die Gemeinderäte bei der Ortsbesichtigung, dass auch drei der Geschäftsräumlichkeiten noch im Oktober bezogen würden.
Bei einem Tag der offenen Tür am 1. November sollen die Nellinger Gelegenheit bekommen, Teile des Gebäudes von Innen zu betrachten. Bis dahin würden auch die Stellplätze weitgehend fertig ge-stellt sein.
Auch der Schießwiesenweg ist kurz vor der Fertigstellung, wie die Räte bei ihrem Marsch durch den Ort feststellen konnten. Bald könne zudem in der Römerstraße die Sperrung aufgehoben werden, erklärte Karl Müller vom Ingenieurbüro Wassermüller, denn die Kanalarbeiten in der Wegverbindung Römerstraße zu den neu erschlossenen Bauplätzen würden bereits kommende Woche abgeschlos-sen. “Dann kann auch der Feinbelag in der Römerstraße aufgetragen werden”, berichtete Müller.
Letzter Sammelpunkt bei der Ortsbesichtigung des Gemeinderats war der Kindergarten, der zum Auf-bau einer vierten Gruppe erweitert werden soll. Gleichzeitig ist dort eine energetische Sanierung des Gebäudes vorgesehen. “Das ist nötig, um die Kleinkindbetreuung zu gewährleisten”, erläuterte Bür-germeister Franko Kopp. Er erklärte außerdem, dass der Zuschussantrag beim Regierungspräsidium laufe und es “positiv” dafür aussehe. “Es geht immerhin um 144 000 Euro”.
Die weiteren Sanierungsplanungen sehen die Fertigstellung der Erschließungsarbeiten in der Römer- und Hirschstraße Ende diesen Monats vor. Ebenso noch im September sollen die Bauarbeiten in Op-pingen am Oberen Wiesenweg und – wenn möglich – in der Frühlingsstraße beendet sein.
Die Bauarbeiten zur neuen Straßenbeleuchtungen im Nellinger Meierweg und an der Bushaltestelle in Oppingen werden möglicher Weise vorgezogen und so nicht erst Mitte, sondern bereits Anfang Okto-ber fertig sein. Ebenfalls im Oktober beginnt die Kanalauswechslung in der Forststraße. Auch im Feldwegebau sollen die noch ausstehenden Restarbeiten im Oktober ausgeführt werden.
“Der Aufstockungsantrag zum Landessanierungsprogramm sieht gut aus”, freute sich Bürgermeister Franko Kopp in der jüngsten Gemeinderatssitzung und begründete die positiven Aussichten mit dem Besuch des Staatssekretärs Richard Drautz im August.
Sollte das Sanierungsgebiet wie vorgesehen erweitert werden (wir berichteten), würde die Erweiterung des Schulgebäudes durch das Landessanierungsprogramm förderfähig. “Auch die Gestaltung der Plätze vor dem Rathaus und dem Heimatmuseum könnten wir dann in Angriff nehmen.” Dazu wären Überlegungen über den großzügigen Verkehrsbereich mit den Bushaltebuchten dort notwendig.
In die Ortskernsanierung möchte Kopp auch den dorfgerechten Ausbau der Aicher Straße haben. “Auch der Aicher Platz gegenüber dem Gasthaus Krone, wo ehemals das Rathaus und das Feuer-wehrgerätehaus standen, könnte neu gestaltet werden.” Ebenso würden energetische Sanierung und Erweiterung des Kindergartens bezuschusst.
Nachdem in Nellingen das Flurbereinigungsverfahren 1993 abgeschlossen war, wird im Rahmen des Planfeststellungsverfahren für die ICE-Neubaustrecke und Ausbau der BAB 8 ein weiteres Flurberei-nigungsverfahren für Ausgleichsflächen aufgerollt. Nellingens Landwirte sind hierbei auf einem Gebiet von rund 1000 Hektar stark betroffen, erklärte Bürgermeister Franko Kopp. Sie hatten entsprechend der Naturschutzvorgaben eine Fläche von rund 60 Hektar zur Verfügung zu stellen.
Erfreulich für die Landwirte ist nun, wie Kopp mitteilte, dass die Flurbereinigungsbehörde inzwischen 25 Hektar Flächen von privaten Eigentümern aufgekaufte, so dass der Flächenverlust für die Nellinger Landwirte erheblich geringer ausfallen wird als ursprünglich gedacht. Die Unterlagen zum Flurbereini-gungsverfahren liegen derzeit außerdem im Rathaus zur Einsichtnahme aus.
Im selben Änderungsverfahren erreichte Nellingen während der Urlaubszeit eine Änderungsankündi-gung: Um die vorgesehenen Schutzmaßnahmen für Fledermäuse im Gemeindegebiet zu gewährleis-ten, sollen einzelne Bäume in den Waldflächen gesichert werden. An den fünf betroffenen Quartier-bäumen werden dann Fledermauskästen zum Artenschutz aufgehängt. Nellingen nahm dies ohne Stellungnahme zur Kenntnis.
Mit freundlicher Genehmigung von Frau Graser-Kühnle, Südwest Presse, veröffentlicht.
- Bürgermeister Kopp bedankte sich bei Herr Gemeinderat Singerer und bei den Mitarbeitern der Gemeinde und des Gemeindeverwaltungsverband Laichinger Alb für die Vertretung wäh-rend seiner Urlaubszeit. – Der Anordnungsbeschluss für das Flurbereinigungsverfahren wurde am 28.08.2008 im Mittei-lungsblatt veröffentlicht. – Am 02.09.2008 fand der 23. Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ statt. 18 Gemeinden hatten an dem Wettbewerb teilgenommen. Die Gemeinde Nellingen belegt mit 7 anderen Gemeinden die 3. Preisgruppe. – Der Zuschussbeitrag in Höhe von 144.000 € wurde rechtzeitig vor dem Fristtermin 15.09.2008 für die baulichen Erweiterungsmaßnahmen Kindergarten, Ausbau Kleinkindbereuung bean-tragt. Bürgermeister Kopp bedankte sich bei Ingenieur Kurz, der die Planung fertig gestellt hatte. – Der Zwischenbericht Gemeindewald Nellingen ist mit einem Überschuss von
52.800 € gut ausgefallen. – Bürgermeister Kopp bedankte sich bei allen Vereinen und Organisationen für die Teilnahme am diesjährigen Schülerferienprogramm. Es konnte wieder ein sehr attraktives Programm an-geboten werden. Insgesamt gab es 26 Veranstaltungen. 427 Teilnehmer nahmen am diesjäh-rigen Schülerferienprogramm teil. Bürgermeister Kopp lobte unter anderem das Angebote der Wirtschaftsvereinigung und des Fördervereins Schule, die eine Betriebsbesichtigung anboten. Ein Dank gilt hier auch den Betrieben, die diesen Programmpunkt ermöglichten. – Im Bereich Türkheimer Straße / Aufhauser Straße fanden Geschwindigkeitsmessungen statt. Bürgermeister Kopp las dem Gemeinderat die Ergebnisse vor.
Insgesamt haben vier Firmen ein Angebot für die Abbrucharbeiten abgegeben. Die Firma Arge Tief-bau hatte das günstigste Angebot abgegeben. Der Gemeinderat stimmte dem Abriss durch die Firma Arge Tiefbau zu. Laut Ingenieur Kurz wird der Abbruch Ende September/Anfang Oktober durchge-führt.
- Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Einliegerwohnung, Dachgeschoss und PKW-Doppelgarage, Schimmelweg 9, Flst.-Nr. 5467/2 in Nellingen
- Neubau eines Einfamilienhauses mit Fertigteil-Flachdach-Doppelgarage, Beim Brechhaus 6, Flst.-Nr. 1932/32 in Nellingen
- Werbeanlage für Hotel, Landgasthof Krone, Aicher Straße 9, Flst.-Nr 1/7, 89191 Nellingen
- Anbau / Umbau im Erdgeschoss und Dachgeschoss, Neubau von Garage, Sonnenbergstraße 26, Flst. Nr. 789/6, 89191 Nellingen