Nellinger Rat stimmt Vorentwurf zur Neugestaltung der Ortsmitte zu
Die Nellinger Dorfmitte soll im Zuge der Ortskernsanierung neu gestaltet werden. Der Gemeinderat hat einem entsprechenden Konzept zugestimmt. Allerdings lehnt das Gremium den vorgesehenen Brunnen ab.
Die Ortskernsanierung ist das derzeit wichtigste Vorhaben in Nellingen. Wenn es nach dem Gemeinderat geht, soll nun auch die Dorfmitte in das Projekt mit einbezogen werden. Vorausgesetzt, es fließen weitere Fördergelder. Um einen entsprechenden Zuschussantrag stellen zu können, bedarf es aber eines Konzepts. Dieses wurde in der Ratssitzung am Montagabend vorgestellt und vom Gemeinderat im Großen und Ganzen für gut befunden.
Erläutert wurde das Konzept von Karl Müller vom Planungsbüro Wassermüller und vom beauftragten Landschaftsarchitekten Manfred Rauh. Die beiden hatten mehrere Vorschläge parat, um die Nellinger Ortsmitte herauszuputzen.
So soll die Grünfläche im Wesentlichen erhalten bleiben. Das derzeit noch asphaltierte Löschwasserbecken soll begrünt werden.
Die Planer wollen den vorderen Rathauseingang aufwerten, indem der Vorplatz etwas erweitert wird. Auf diesem könnte ein Brunnen aufgestellt werden.
Um das Heimatmuseum enger an das Rathaus zu binden, sollen die beiden Busbuchten wegfallen – ebenso die Haltestellen. Wie Landschaftsarchitekt Rauh erklärte, könnten die Busse auf der Straße halten, um die Fahrgäste ein- und aussteigen zu lassen. Anstelle der Haltestellen soll ein etwas in Richtung Steinbosstraße abgesetztes Info-Pavillon den wartenden Fahrgästen zum Schutz dienen. Rund um die daneben stehende Linde wollen die Planer einige Kurzparkplätze anlegen.
Neu gestaltet werden soll auch die wenig befahrene Hirschstraße hinterm Rathaus. Um rund ums Rathaus einen „Platzcharakter“ zu bekommen, schlug Rauh vor, die Hirschstraße sowie den Parkplatz und den Vorplatz beim Rathaus zu bepflastern.
Ratsmitglied Werner Staudenmaier wertete in der anschließenden Diskussion das vorgelegte Konzept für „schlüssig und multifunktional“ – mit einer Ausnahme: Der Brunnen passe nicht in eine Albgemeinde. Wenn man schon gestalterische Elemente brauche, dann bitteschön Albtypisches wie Kalkstein oder Magerrasen, befand Staudenmaier und bekam Rückendeckung von mehreren Ratskollegen.
Ursula Windmüller brachte die Bushaltestellen ins Spiel. Da Nellingen der Endpunkt vieler Linien sei, müssten die Busse oftmals für einige Minuten in der Ortsmitte parken. Ohne die Buchten sei dies aber nicht machbar. Ingenieur Müller will nun mit den Busunternehmen eingehend den Sachverhalt vorab besprechen.
Bürgermeister Kopp wies im Gemeinderat mehrmals darauf hin, dass es sich bei dem von Landschaftsarchitekt Rauh und dem Büro Wassermüller vorgestelltem Konzept lediglich um planerische Vorgedanken handelt. Dieses Konzept soll gleichzeitig ein Arbeitspapier für die Besprechung mit den Fachbehörden darstellen. Auch das Thema Bushaltebuchten ist deshalb im weiteren Verfahrensablauf noch eingehend zu klären.
Wie vom Gemeinderat zu Recht festgestellt wurde, handelt es sich bei den Bushaltebuchten um „Endhaltestellen“, die eine besondere Bedeutung aufweisen.
Der Gemeinderat billigte schließlich einstimmig das Konzept für die Neugestaltung der Ortsmitte. Landschaftsarchitekt Rauh soll die Vorgaben des Gremiums in den Plan einarbeiten. Im August will Bürgermeister Franko Kopp den Entwurf dann Vertretern des Regierungspräsidiums und des Wirtschaftsministeriums vor Ort vorstellen. Nach der Sommerpause wollen dann die Räte auf Besichtigungstour gehen, um Details wie Pflasterbeläge und dergleichen in anderen Gemeinden unter die Lupe zu nehmen.
Mit freundlicher Genehmigung des Redakteurs der Südwest Presse, Herrn Ralf Heisele, teilweise veröffentlicht.
Dem Wahlvorschlag, der bisherigen Sitzverteilung wieder zuzustimmen wurde einstimmig entsprochen. Die 12 Sitze für Nellingen, Oppingen und Aichen teilen sich wie folgt auf:
Der Gemeinderat erteilte sein Einvernehmen zu folgendem Baugesuch:
a) Anbau an Maschinenhalle, Errichtung des Daches im Strässlingerweg 5, Flst.-Nr. 380, Nellingen-Oppingen, Deckblattänderung